Im Landkreis Rostock setzt das Busunternehmen rebus künftig verstärkt auf Sicherheitsdienste in seinen Fahrzeugen. Hintergrund sind zunehmende Konflikte und ein rauerer Umgangston unter einzelnen Fahrgästen, der nach Angaben des Unternehmens in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen hat.
Seit Kurzem begleiten Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes ausgewählte Buslinien im Linienverkehr. Der Einsatz konzentriert sich insbesondere auf stark frequentierte Strecken sowie auf Zeiten und Routen, auf denen es in der Vergangenheit wiederholt zu Problemen gekommen ist. Dazu zählen unter anderem die Linien 119 und 121, auf denen Sicherheitskräfte künftig häufiger präsent sein sollen.
Mit der Maßnahme verfolgt rebus das Ziel, sowohl das Fahrpersonal als auch die Fahrgäste besser zu schützen. Die bloße Anwesenheit von Sicherheitspersonal im Bus soll bereits deeskalierend wirken und für ein größeres Sicherheitsgefühl sorgen.
Reaktion auf vereinzelte Angriffe
Anlass für die Entscheidung waren unter anderem einzelne Übergriffe auf Busfahrerinnen und Busfahrer im vergangenen Jahr. Auch wenn solche Vorfälle insgesamt selten seien, betont das Unternehmen, dass jede Form von Gewalt im öffentlichen Nahverkehr nicht akzeptabel sei.
Die eingesetzten Sicherheitskräfte stammen von der BIP Dienstleistungen GmbH. Drei Mitarbeiter sind gemeinsam als Team im Einsatz und verfügen über entsprechende Ausrüstung zur Selbstverteidigung, darunter Reizstoffsprühgeräte sowie Teleskopschlagstöcke.
Dennoch liege der Schwerpunkt ihrer Arbeit klar auf der Deeskalation. Konflikte sollen möglichst durch Gespräche und beruhigende Interventionen gelöst werden, bevor eine Situation eskaliert.
Sicherheitsdienst auch in anderen Städten im Einsatz
Die BIP Dienstleistungen GmbH ist bereits in mehreren Bereichen des öffentlichen Nahverkehrs tätig. Neben dem Einsatz bei rebus arbeitet das Unternehmen unter anderem auch für die Rostocker Straßenbahn AG sowie im Nahverkehr in Schwerin.
Mit dem neuen Sicherheitskonzept reagiert rebus auf Entwicklungen, die vielerorts im öffentlichen Nahverkehr zu beobachten sind: steigende Spannungen zwischen Fahrgästen und Personal. Durch die Präsenz von Sicherheitskräften hofft das Unternehmen, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und den Busverkehr für alle Beteiligten sicherer zu machen.
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