Der Flugbetrieb am Flughafen Köln/Bonn ist nach einer mehrstündigen Unterbrechung am Freitagmorgen wieder aufgenommen worden. Grund für den Zwischenfall war offenbar ein sicherheitsrelevanter Fehler in neu installierten Gepäck-Scannern, der zu erheblichen Störungen im Ablauf der Passagierkontrollen führte. Obwohl der Betrieb inzwischen wieder läuft, bleiben die neuen Anlagen vorerst außer Betrieb.
Fehlfunktion bei neuer Sicherheitstechnik
Nach Informationen des WDR kam es am Morgen zu einem technischen Problem bei den kürzlich installierten CT-Scannern, die zur Kontrolle von Handgepäck eingesetzt werden. Eine der Anlagen meldete verdächtige Gegenstände im Gepäck eines Fluggastes. Die Warnmeldung erschien jedoch nicht an der Kontrollstelle, an der sich der Passagier befand, sondern an einer anderen Kontrollspur.
Das Sicherheitspersonal konnte die Meldung offenbar nicht eindeutig zuordnen. In der Folge wurde das betroffene Gepäckstück nicht wie vorgesehen aus dem Kontrollprozess herausgenommen und manuell überprüft. Stattdessen erhielt der Passagier seine Tasche zurück und passierte die Sicherheitskontrolle.
Sicherheitsbereich vollständig geräumt
Als der Fehler entdeckt wurde, reagierte die Bundespolizei umgehend. Der gesamte Sicherheitsbereich des Flughafens wurde geräumt, der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Rund 800 Passagiere mussten den Bereich verlassen, während Einsatzkräfte den Sicherheitsbereich systematisch durchsuchten.
Die Unterbrechung dauerte etwa drei Stunden. Währenddessen warteten tausende Reisende in den Terminals auf weitere Informationen zu ihren Flügen.
Neue Scanner bleiben außer Betrieb
Am Nachmittag wurde versucht, die neuen CT-Scanner erneut in Betrieb zu nehmen. Nach Angaben des Flughafens wurden die insgesamt drei Anlagen gegen 14 Uhr wieder eingeschaltet. Doch schon etwa eine Stunde später traten erneut Unregelmäßigkeiten an einem der Geräte auf. Daraufhin entschied man sich, alle drei Scanner wieder abzuschalten.
Der Flughafen bestätigte später, dass die Geräte bis auf Weiteres außer Betrieb bleiben.
Lange Wartezeiten und Flugausfälle
Da die neuen Scanner nicht genutzt werden können, muss wieder mit älteren Geräten kontrolliert werden. Diese stehen jedoch nur in begrenzter Zahl zur Verfügung.
In den Terminals bildeten sich lange Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen. Zahlreiche Reisende berichteten, ihre Flüge verpasst zu haben. Einige Maschinen starteten sogar ohne Passagiere, während mehrere Verbindungen komplett gestrichen wurden.
Umbau der Sicherheitskontrollen verschärft Situation
Die Situation wird zusätzlich dadurch erschwert, dass der Flughafen derzeit seine gesamte Passagierkontrolle modernisiert. Die bisherigen Röntgengeräte wurden größtenteils bereits abgebaut, um Platz für die neuen CT-Scanner zu schaffen.
Von ursprünglich 18 Kontrollspuren sind derzeit nur noch acht einsatzbereit. Nach dem Ausfall der neuen Technik stehen daher nicht genügend Geräte zur Verfügung, um die große Zahl an Passagieren zügig abfertigen zu können.
Wann die neuen Scanner wieder zuverlässig eingesetzt werden können, ist derzeit noch unklar. Bis dahin dürfte es am Flughafen Köln/Bonn weiterhin zu Verzögerungen im Ablauf der Sicherheitskontrollen kommen.
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