Sicherheitstechnik

Die Sicherheitstechnik ist ein integraler Bestandteil des privaten Sicherheitsdienstes. Es wird eine Vielzahl von technischen Anlagen für die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung verwendet. Ihre Verwendung findet die Sicherheitstechnik in allen Bereichen der Bewachung von Personen und Sachgütern, insbesondere im BrandschutzObjektschutz und Werkschutz.

Sicherheitstechnik
Notruf- und Service-Leitstelle (NSL)

Die Sicherheitstechnik lässt sich grob in drei Hauptkategorien aufteilen:

  • Einbruchschutz
  • Brandschutz
  • Videoüberwachung.





Sicherheitstechnik: Grundlagen des Einbruchschutzes

Der Rechtsbrecher verwendet eine Vielzahl von Werkzeugen, um Sicherungen zu überwinden. Die maximale Wirksamkeit der Sicherheitstechnik ergibt sich aus dem Zusammenwirken von technischen, organisatorischen und personellen Maßnahmen.

Es werden folgende Maßnahmen zum Zwecke des Einbruchschutzes eingesetzt:

  • als technische Maßnahme dient die Einbruchmeldeanlage
  • als organisatorische Maßnahme dient die Weiterleitung des Alarmes an die Notruf- und Serviceleitstelle (NSL)
  • als personelle Maßnahme dient das Tätigwerden des Interventionsdienstes.

„TOP-Prinzip“
Diese drei Maßnahmen werden als „TOP-Prinzip“ bezeichnet.

Es werden bauliche und mechanische Schutz- und Sicherungseinrichtungen eingesetzt. Diese werden durch elektronische und personelle Maßnahmen erweitert und ergänzt.

Gefahrenmeldeanlagen

Fernmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall werden als Gefahrenmeldeanlagen (GMA) bezeichnet und gehören zum Kernbestandteil der Sicherheitstechnik. Die Hauptaufgabe der GMA ist die Informationsweiterleitung.

Es wird zwischen zwei Arten von Meldungen unterschieden:

  • Gefahrenmeldungen
  • Störungsmeldungen.

Meldungen können selbsttätig durch die Gefahrenmeldeanlage oder manuell durch Personen ausgelöst werden. Eine GMA enthält Einrichtungen zur Eingabe, Übertragung, Verarbeitung und Ausgabe. Nachdem eine Meldung ausgelöst, übertragen und verarbeitet wurde muss die entsprechende Maßnahme eingeleitet werden. Eine solche Maßnahme kann eine Intervention durch Interventionskräfte zur Abwendung der Gefahr oder ein technischer Eingriff durch eine Fernwirkanlage sein. Nach der DIN VDE 0833 hat eine GMA zwei unabhängige Energiequellen.

Die GMA besteht aus folgenden Komponenten:

  • Melder
  • Meldelinien
  • Zentrale Recheneinheit
  • Bedienelemente
  • Übertragungseinrichtung
  • Energieversorgung und
  • Signalgeber.

Es kommen zwei Übertragungseinrichtungen als Übermittlungsgerät von Gefahrenmeldungen zum Einsatz:

  • das automatische Wähl- und Übertragungsgerät (AWUG)
  • das automatische Wähl- und Ansagegerät (AWAG).

Mit dem automatischen Wähl- und Übertragungsgerät werden Meldungen und Alarme über das Telefonnetz zur Empfangszentrale geleitet.